Guten Morgen und Günaydin Frau Kelek: Necla Keleks Kommentar zum Aleviten – Protest
Günaydin Frau Kelek! Die ganze Debatte um die Tatort – Sendung “Wem Ehre gebührt” hat sich endlich gelegt, da meldet sich Necla Kelek zu Wort und veröffentlicht in der taz ein Kommentar zum Aleviten-Protest. Als Veröffentlichungsdatum steht der 21.01.2008, heute ist der 20.01.2008, und die Sendung lief am 23. Dezember´07. Wenn ich mich nicht irre war die große Demo in Köln am 29. Dezember´07. Da hat sich unsere Islamkritikerin und Migrationsforscherin sehr viel Zeit gelassen. Ein Monat später schafft es Necla Kelek wieder Oil ins Feuer zu gießen und die Debatte wieder ins Rollen zu bringen. In Wirklichkeit aber ernährt sie damit die jüngere Generation türkischer Kinder, die viel empfänglicher sind, mit Vorurteilen untereinander. Als eine “Expertin” vom Fach müsste man das schließlich am besten wissen, nicht wahr?
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Die falsche Spur der Necla Kelek
Necla Kelek ist in der deutschen Medienlandschaft als Soziologin bekannt, die sich mit ihrer türkisch-muslimischen Gemeinde sachlich, angeblich wissenschaftlich, direkt und vielfältig auseinandersetzt. In Wirklichkeit strotzen ihre Veröffentlichungen zu diesen Themen in letzter Zeit aber nur vor Hass, Ablehnung und Unsachlichkeit. Deutsche Verlage, Parteien und Mainstream-Zeitungen hofieren Frau Kelek jedoch. Sie tritt für die Rechte der unterdrückten Muslim-Frauen ein, gegen die Verschleierung und Zwangsehen. Sie ist die Vorkämpferin für ihre Geschlechtsgenossinnen, die von bösen muslimischen Männern schlecht behandelt werden, besonders bei kurdischen Muslimen. Typisch muslimisch heißt für sie natürlich auch typisch undemokratisch.
Was bedeutet es aber, eine Soziologin zu sein? Vor Jahren, als ich ehrenamtlich bei einer Beratungsstelle für Verfolgte und Flüchtlinge tätig war, musste ich eine kurze Zeitlang in einer kleinen Gruppe dolmetschen. Über ein Duzend gefolterte Menschen erzählten über ihre Erfahrungen mit Sicherheitsbehörden. Ihre Gemeinsamkeit, obwohl sie alle aus verschiedenen Ländern hierher nach Deutschland geflüchtet waren, war es, gefoltert worden zu sein. Der Leiter des Projektes machte daraus eine sehr wichtige Studie und konnte bald darauf in einem namhaften Krankenhaus als Experte für Folterfälle in der Psychologie Karriere machen. Diesen Aufstieg schaffte er ohne weiteres, obwohl er damals unter seinen Mitmenschen aus diesen Kreisen ein Spottobjekt war, da er unfähig, unkritisch und einseitig war. Weil es ihm nicht um die Behandlung der Gefolterten, sondern nur um seine eigene Karriere als Arzt ging.
Necla Kelek ist nicht anders als dieser Mann, der die Leiden, Probleme, Auseinandersetzungen der armen Menschen für seine egoistischen Zwecke instrumentalisiert, benutzt und dauernd als edler Helfer oder Retter auftritt. Es mag sein, dass Kelek mit vielen Punkten ihrer Kritik an der muslimischen Gemeinde genau diejenigen Vorurteile bedient, welche große Teile der bürgerlichen deutschen Öffentlichkeit zurzeit bestätigt sehen möchten. Sie sagt also das, was die Deutschen hören wollen: Zwang zum Kopftuch, Zwang in ungewollte Ehen, keine Rechte zu Hause oder in der Familie, keine Sprachkenntnisse, Bildung von Parallelgesellschaften, und im Prinzip sind ja sowieso alle Muslime Radikale. Wie leicht macht sie es, zu sagen: Immer die Ausländer, immer die Muslime, und jetzt die Aleviten! Necla Kelek setzt sich mit den Muslimen auseinander, verkündet große Analysen und Bewertungen, alles mit ihren lächerlichen Islamkenntnissen, die sie sich erwerben konnte, indem sie mit vielleicht maximal 178 Muslimen zusammengetroffen ist. Die deutsche Wissenschaft und Medienszene macht sie zu einer Königin, einer Expertin, zur richtigen Ansprechpartnerin. Wer gegen diese Minderheit ordentlich Stimmung macht, der wird belohnt, und zwar umso mehr, wenn er oder sie es in der Rolle des Aufklärers und Rächers der Armen und der Frauen tut. Was haben wir hierbei anderes vorliegen als einen feinen, kultivierten Rassismus?
Soziologie ist die Wissenschaft über die menschliche Gesellschaft. Hat diese Soziologin sich denn jemals mit der Gesellschaft, in der sie sich befindet, ernsthaft auseinandergesetzt, so dass man ihr zumindest Glauben schenken kann? Alle ihre Arbeitsfelder sind typische Problemfälle aus einem undemokratischen Land, mehr nicht. Dazu stammt all das Negative in den von ihr behandelten Themen direkt aus den Auswirkungen einer jahrzehntelangen gescheiterten Integrationspolitik der Bundesrepublik Deutschland. Über die Ursache dieser Schwierigkeiten hat sie noch kaum etwas erzählt. Daher sage ich: Ihre diversen Aussagen, bekannt in Form von Büchern und Aufsätzen, sollten unter echten Demokraten keine Anerkennung finden.
Frau Kelek, ich frage Sie, haben in diesem Land Muslime etwa Menschen wegen ihrer Haut- oder Haarfarbe ermordet, verbrannt, oder totgeschlagen? Waren das nicht eher einheimische deutsche Rassisten? Was ist mit den Frauen hier, die auch von der heutigen deutschen Gesellschaft unterdrückt werden? Warum schreiben Sie nicht mal etwas über die, sondern nur über die orientalischen Kopftuch- und Schleierfrauen? Warum sagen und schreiben Sie nie etwas darüber, dass in Deutschland ein Viertel aller Kinder Opfer von Missbrauch werden? Kennen Sie die Bedeutung der Wörter „Diskriminierung“ und „Ausländerfeindlichkeit“? Wissen Sie, was es heißt, wirklich ausgegrenzt zu werden? Wenn wir unsere Probleme ganz nach Ihrer Denkweise behandeln würden, hätten wir das Problem, jeden Tag von Deutschen beschimpft zu werden oder gleich das Land verlassen zu müssen. Aber es ist für Sie leicht, sich in Deutschland, oder eigentlich in ganz Europa, einen Namen zu machen. Versuchen Sie es! Beschimpfen Sie die Heiligen oder die Heiligtümer einiger Menschen, besonders die der Muslime, und Sie werden berühmt. So kommen Sie in die Zeitung und in Fernseh-Talkshows. So lassen sich wunderbar viele Bücher verkaufen. Aber zum Glück sind die Chancen nicht zu unebenmäßig verteilt. Auch die Muslime haben inzwischen Einiges gelernt: Wie bei dem letzten Fall in Österreich ersichtlich, ist Ignorieren die beste Lösung.
Frau Kelek ist heute ein Musterbeispiel deutscher Leitkultur. Sie arbeitet nach dem Prinzip: „Leugne dich selbst, lasse dich vollkommen assimilieren, beschimpfe deine Kultur und deine Werte, dann wirst du gut aufgehoben sein. Du wirst als Vorbild angesehen werden und Karriere machen.“
Achtung, diese Frau ist ein Scharlatan, eine Aufhetzerin, eine Karrierebesessene, und zudem eine Lügnerin. Nach islamischer Ansicht verdient Keleks Handlungsweise die Bezeichnung „dschahil“, das bedeutet „unwissend“, das Gegenteil von Weisheit. Aber eines Tages wird sie in ihrer Biografie erkennen können, egal wie sehr sie es vielleicht leugnet und sich weigert, dass sie von der berühmten unkritischen deutschen Gesellschaft überrumpelt wird. Weil sie ständig darauf bestand, sich auf der falschen Spur zu bewegen.
Solche Links-Rassisten werden in der gegenwärtigen Gesellschaft einen nichtswürdigen, aber einen erfolgreichen Platz erhalten. Man schenkt ihnen gerne Gehör, weil sie nicht die Wahrheit sagen, sondern nur das, was die Gesellschaft um sie herum gern hören möchte, weil diese Gesellschaft zurzeit sehr rassistisch und islamfeindlich ist. Das wiederum ist ein Fakt, das viele Menschen in diesem Lande seit 50 Jahren täglich bestätigen.
Was Necla Kelek über die Aleviten sagt, ist nicht erwähnenswert, denn an ihrem aktuellen Artikel darüber ist nichts wahr. In fast jedem Satz stehen offensichtliche Fehler und Verleumdungen. Jetzt will sie über das Thema „Aleviten“ wieder ins Tagesgespräch gelangen. Sie ist alles in allem unsachlich, reaktionär, einseitig, kemalistisch, rassistisch, ihr Denken voller Vorurteile, unemanzipiert, kurdenfeindlich und islamfeindlich. Sie ist eine Schande für die deutsche Wissenschaft und die Soziologie. Eigentlich hat sie alles, was eine Wissenschaftlerin braucht, die sich in diesem Land mit bestimmten Ausländerthemen befasst. Das alles passt gut zu meiner These. Denn auch die meisten deutschen Medien agieren rassistisch. Sie brauchen Menschen wie Frau Kelek, um ihre eigenen Feindbilder zu pflegen und zu beschreiben.
Ich finde auch, dass Necla Kelek zu einseitig berichtet. Ich habe zwei ihrer Bücher gelesen. Sie ist in einer zerrütteten Familie aufgewachsen, ohne Liebe, mal zu ihrer Großmutter abgeschoben worden, mal zu ihrem Onkel. Aber ihre schlechten Erfahrungen, die sie hauptsächlich in ihrem Umfeld gesammelt hat, so zu verarbeiten wie sie es tut, nämlich auf Kosten anderer, finde ich eine Unverschämtheit. Nach dem Motto, Türken sind ungebildet, unfähig, haben keine Emotionen… Liebe Frau Kelek, sie als Soziologin sollten Verbesserungsvorschläge unterbreiten,wenn sie was zu bemängeln haben, und nicht Feuer ins Öl gießen. Kritisieren wir mal ihre Familie, mal sehen wie sie sich dann fühlen, und ich werde mich nur auf die Informationen berufen, die sie in ihren Büchern angegeben haben.
Sie schreiben ihr 43-jähriger Bruder heiratet eine 27-jährige Frau (aber bestimmt noch Jungfrau nicht wahr), also mit 16 Jahren Unterschied, aber ist völlig in Ordung, ist alles in Einverständnis und ohne Zwang. Natürlich ist ja auch ihr Bruder. Ich würde sehr gerne mal eine Soziologin zu Ihrer Gelin schicken, mal sehen was sie alles zu erzählen hat.
Ihre erste Ehe sind sie mit einem Deutschen eingegangen. Aber ihr türkisches Wesen konnten sie nicht abstreifen wie einen Mantel. Diesem Mann wurde ihre Familie zu viel. Er hat es nicht mal sechs Wochen mit ihrer Familie ausgehalten. Vielleicht sollten sie mal die Fehler bei ihrer Familie suchen, anstatt in der türkischen Gesellschaft. Nur, weil sie Pech hatten, brauchen sie nicht, unsere Traditionen direkt zu beschmutzen.
Ihnen hätte ein Pyschologe weit mehr helfen können, als ein Soziologiestudium. Da hätten sie wenigstens ihre gemachten Erfahrungen verarbeiten können.
Die Türkei ist als ein kinderfreundliches Land bekannt, die Kinder werden sehr geliebt. Bei ihnen hört es sich so an, als ob jeder sein Kind schlägt vernachlässigt, als Elternteil versagt.. Ja, bei ihnen mag es so gewesen sein oder bei einigen, der von ihnen interviewten Personen. Dies ist aber nicht auf alle türkischen Menschen zu beziehen.
Es wäre jetzt ihre Aufgabe ein Buch zu schreiben, wo sie vieles richtig zu stellen hätten. Aber dazu fehlt ihnen der Mut, damit kann man ja nicht punkten. Sonst würden ja all ihre “guten deutschen Freunde”, sie fallen lassen, wie eine heiße Kartoffel.
Auf http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5058910/ findet gerade eine interessante (bzw. eigenartige) Diskussion über Necla Kelek statt.