Religion

Buchempfehlung: “Islamische Kunst in Deutschland” von Joachim Gierlichs

Viele in Deutschland lebende Türken und Moslems versäumen die Angebote der Islamischen Kunst und Geschichte in Deutschland wahrzunehmen. In vielen Museen, Universitäten und Institutionen gibt es noch jede Menge an Islamischer Kunst, die drauf wartet, entdeckt zu werden. Das Buch “Islamische Kunst in Deutschland” von Joachim Gierlichs stellt Sammlungen vor, die an über 50 verschieden Orten ausgestellt sind. Ein Reiseführer der Islamischen Kunst in Deutschland.

Kurzbeschreibung: Die Erforschung islamischer Kunst begann in Europa vor über 100 Jahren, dabei leistete Deutschland einen wichtigen Beitrag. In dem reich bebilderten Buch wird erstmals versucht, islamische Kunst in Deutschland in ihrer Vielfalt bekannt zu machen. Präsentiert werden Kunst und Kunsthandwerk aller Gattungen, Kalligraphie, Miniaturmalerei und Münzen unterschiedlichster Epochen und zahlreicher Länder von Spanien bis Indien. Die Publikation gibt zudem einen Überblick über Wissenschaftsinstitutionen, die sich mit islamischer Kunst und Kultur beschäftigen. Einzelne Überblicksartikel informieren über die Wege islamischer Kunst nach Deutschland seit den Kreuzzügen und über die Entwicklung des Forschungsgebietes “Islamische Kunstgeschichte”. Das Buch möchte anregen zu “Entdeckungen” islamischer Kunst in Deutschland, denn viele hervorragende, weltbekannte Einzelobjekte befinden sich in wenig bekannten und kaum erschlossenen Sammlungen. Neben den Beständen sind Kontaktpersonen, Adressen und Öffnungszeiten verzeichnet.

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Buchempfehlung: “Rumi – Ich bin Wind und du bist Feuer” von Annemarie Schimmel

Erst mit Annemarie Schimmel – vermutlich die bekannteste Islamwissenschaftlerin des 20. Jahrhunderts – habe ich die spirituelle Welt von Dschelaleddin Rumi (1207-1273), auch Maulana “unser Meister” genannt, kennen gelernt.

Maulana, der bekannteste Sufi-Meister, verfasste mit “Mathnawi” ein Lehrgedicht, dass seinesgleichen in der Weltliteratur sucht. Sie ist die meistgelesene Schrift im Islam nach dem Koran. Mathnewi wurde nicht umsonst mit “Die Zunge des Islam” bezeichnet. Daher lernt man auch mit der Arbeit von Schimmel vieles über den wahren Islam kennen.

Bei den Arbeiten von Schimmel sticht insbesondere die hervorragende Übersetzungsleistung hervor, bei der man die Liebe von Schimmel zur Rumischen Lehre regelrecht sprüren kann. Sie ist eine Autorin, die ich durch und durch, für Islaminteressierte empfehlen kann, ohne große Bedenken haben zu müssen.

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“Verse für Krieg und Frieden” von Ayse Sari

Leserbrief von Ayse Sari zum Titelthema von “Der Spiegel” Ausgabe 52,2007. Zum Teil auch in der aktuellen Spiegel-Ausgabe erschien.

“Verse für Krieg und Frieden”

Schade; dass ich mich als gebildete, junge Muslima, aufgewachsen als Deutschtürkin im Herzen von Europa, nicht wirklich mit Ihrem Artikel identifizieren konnte. Ihrem Titelbild nach (“Der Koran – das Mächtigste Buch der Welt” mit einem kleinen Mädchen), hätte ich ehrlich gesagt mehr über die Wertstellung der Frau im Islam, sowie die Forderdung nach Bildung für Mann UND Frau erwartet – wenn Sie schon so ein emotionales Titelbild benutzen. In dem Artikel steht viel über Krieg, viel über Islamisten, die im Namen Allahs Blut unschuldiger Menschen vergießen, über verfolgte Journalisten bis Autoren. Jedoch sind sie in Ihrem Artikel kaum auf den zweiten Teil Ihrer Überschrift (“Frieden”) eingegangen. Ich konnte z.B. nichts über die Abschaffung der Sklaverei in Zeiten Mohammeds (Lob sei mit Ihm) lesen. Oder; Sie wissen sicherlich auch, dass neugeborene Töchter bis dahin lebendig vergraben und verschüttet wurden, weil sie für die Familie als Schande gilten. Erst mit dem Propheten Mohammed und dem Koran wurde diesem Grau ein Ende gesetzt. An einer Stelle im Artikel erwähnen Sie flüchtig, dass der erste Befehl Allahs “Lies” ist. Wahr ist, dass die muslimische Welt bis vor kurzer Zeit nicht wirklich den akademischen Schwung hatte. Aber wahr ist auch, dass die neue Generation, sich aufrappelt, sich bildet, und unter den gesuchten Akademikern ihren Sitz polstert. Hierbei ist der große Anteil an Muslima sicherlich nicht zu übersehen.

Der Koran ist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zugleich. Er ist tatsächlich “mächtig” (!), denn es ist das alleinige Wort des Schöpfers, des Allmächtigen. Welch’ anderes Buch besagte tausende Jahre zuvor, dass das Embyro im mütterlichen Bauch, der Anfang eines jeden Lebewesens “aus geronnenem Blut” entsteht?
Genau dies, ist nämlich die 1.Sure die dem Propheten Mohammed durch Gabriel offenbart wurde (siehe SPIEGEL-Ausgabe Nr.52, S.25:
“Lies im Namen deines Herrn, des Schöpfers, der dem Menschen schuf aus geronnenem Blut(..)”).
Die Offenbarungen über das Weltall, den Sternenhimmel, die Unendlichkeit sind nur einige, wenige Beispiele über die Wunder des Kuran, über die Forscher heute noch büffeln.

Mit freundlichen Grüßen
Ayse SARI
Studentin der Medizin